Leistungsspektrum Klinik für Nephrologie

Sekundärer Bluthochdruck

Zunehmend häufig kann man heute isolierte Ursachen für die Entstehung des Bluthochdrucks, sogenannte sekundäre Hypertonieformen, identifizieren. Durch die Möglichkeit einer gezielten Therapie sind diese sekundären Hypertonieformen von besonderer klinischer Bedeutung. Insbesondere können Hormon- und Schlafstörungen sowie eine Einschränkung der Nierendurchblutung durch Gefäßverkalkungen einen Bluthochdruck auslösen oder verstärken.

Bei einem Screening auf das Vorliegen eines sekundären Bluthochdrucks werden in unserer Klinik u.a. folgende Untersuchungen veranlasst:

  • genaue Überprüfung der Nierenfunktion
  • Messung der Nierendurchblutung mittels modernster Ultraschallmethoden
  • ggf. Untersuchung auf Schlafstörungen
  • Untersuchungen des Hormonstatus

Bezüglich des Hormonstatus wird insbesondere nach Veränderung des Aldosteronstoffwechsels gesucht und ein Phäochromozytom ausgeschlossen. Initial erfolgt dies durch einfache Blutanalysen, je nach Befund müssen jedoch ggf. weitergehende Funktionstests (u.a. Kochsalzbelastungstest, seitengetrennte Nebennierenvenenblutentnahme, Clonidinhemmtest) angeschlossen werden.

Sollte sich der Verdacht auf das Vorliegen eines sekundären Bluthochdrucks bestätigen, erfolgt in enger Kooperation mit den anderen Kliniken des Krankenhauses eine kausale Therapie des Bluthochdrucks. Bei Verengungen der Nierenarterien wird z.B. durch die interventionelle Radiologie unseres Hauses eine sogenannte Ballonaufdehnung der betroffenen Arterien durchgeführt. Bei hormonellen Störungen erfolgt zumeist mit den Methoden der Minimal-Invasiven-Chirurgie die Entfernung Hormon-produzierender Knoten, zumeist der Nebennieren.
Ziel all dieser Maßnahmen ist es eine gute und effektive Kontrolle des Bluthochdrucks zu erreichen.