Leistungsspektrum Klinik für Nephrologie

Hämoperfusion

Die Hämoperfusion ist ein extrakorporales Behandlungsverfahren bei akuten Vergiftungen. Bei der Hämoperfusion wird das Blut des Patienten über eine Säule geleitet, die eine adsorbierende Substanz (z. B. Aktivkohle oder Austauscherharze) enthält. Der zu entfernende Giftstoff (z. B. überdosierte Medikamente, organische Lösungsmittel, Insektizide, Pilzgifte) wird im direkten Kontakt an diese Adsorbentien gebunden und so aus dem Blut eliminiert. Die Hämoperfusion findet Anwendung bei Vergiftungen mit Giftstoffen, die über eine Hämodialyse oder Hämofiltration nicht adäquat aus dem Körper eliminiert werden können. Das Verfahren ist jedoch nur für bestimmte Substanzen etabliert.